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V.2 Qualitätsvalidierung
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V.2.2 Relevanz

Der Qualitätsindikator Relevanz begründet sich durch den Anspruch, dass das Allgemeine gegenüber dem Privaten bzw. das Gesellschaftliche gegenüber dem Individuellen und Partikulären Vorrang hat. Vorab interessieren bezüglich Relevanz die zentral beobachteten Sozialebenen (Makro, Meso, Mikro). Dieser Indikator erfasst, inwieweit sich die Berichterstattung auf die Makroebene der Gesamtgesellschaft und auf gesellschaftliche Teilbereiche (Gesellschaftssphären wie Politik, Wirtschaft, Kultur) konzentriert oder inwieweit sich die Aufmerksamkeit der Medien auf die Mesoebene der Institutionen und Organisationen oder auf die Mikroebene von Personen bezieht. Darüber hinaus ermöglicht die Kommunikationsereignisanalyse – also die Untersuchung, welche Themen in der Onlinearena im vierten Quartal 2009 die meiste Aufmerksamkeit erlangen –, die relevantesten Themen der Onlinearena zu untersuchen. Dabei werden die Kommunikationsereignisse ebenfalls hinsichtlich ihres Gehalts von Makro-, Meso- und Mikrothematisierung analysiert. Diese Qualitätsvalidierung wird auf zwei Ebenen vorgenommen:

1. Informationsangebotsanalytik: Aus dem Informationsangebot werden die Kernressorts Politik, Wirtschaft bzw. das gemischte Ressort News einer Beitragsanalyse unterzogen, die die jeweils zentrale Thematisierung hinsichtlich der Sozialebene prüft. Diese Informationsangebotsanalytik basiert auf allen Beiträgen der Ressorts Politik, Wirtschaft und News im Rahmen der Tagesstichprobe vom 27. November 2009.

2. Frontseitenanalytik: Die Thematisierung der Sozialebenen wird auch für die Einstiegsseiten durchgeführt. Sie stützt sich auf alle prominenten Frontseitenbeiträge im Zeitraum vom 5. Oktober bis zum 31. Dezember 2009. Gegenüber der Informationsangebotsanalytik stellt sich hier im Besonderen die Frage, inwiefern Personalisierung und Privatisierung Mittel sind, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Darüber hinaus werden die 20 bedeutendsten Kommunikationsereignisse auf den Frontseiten untersucht. Dieser Relevanzindikator konzentriert sich auf die Themenbildung. Geprüft werden folgende Fragen: Auf welche Gesellschaftssphären beziehen sich die an Beiträgen bedeutendsten Themen und welche Sozialebenen werden darin hauptsächlich fokussiert? Was tragen die verschiedenen Angebote zu diesen Kommunikationsereignissen bei? Erzeugen bestimmte Newssites im Vergleich zur gesamten Onlinearena besondere relevante Themen? Und schliesslich: Unterscheiden sich die relevantesten Themen in den Sprachregionen bzw. gibt es eine sprachregional übergreifende Relevanz in der öffentlichen Onlinekommunikation?

Relevanz

Relevant sind Thematisierungen auf der Ebene der Gesamtgesellschaft und von gesellschaftlichen Teilbereichen, den Gesellschaftssphären (also der Makroebene). Ebenfalls von Bedeutung sind Thematisierungen von entsprechenden Institutionen und Organisationen (also der Mesoebene). Liegt der Fokus der Berichterstattung auf Einzelpersonen (also auf der Mikroebene), gilt es verschiedene Arten der Personenthematisierung zu unterscheiden. Die anonyme Thematisierung von Personen (Mikroebene anonym) ist häufig ein rhetorisches Mittel der Problemthematisierung und die Berichterstattung über Personen in ihren Funktionsrollen (Mikroebene rollennah) im Rahmen von Institutionen und Organisationen ist von einer auf das Private und Partikuläre abhebenden Thematisierung (Mikroebene rollenfern) zu unterscheiden. Insgesamt nimmt die Relevanz der Berichterstattung ab, und zwar mit einer Gewichtung die sich von Makro-Meso auf Meso-Mikro verlagert und einen hohen Anteil an privater Personenfokussierung (Mikroebene rollenfern) aufweist.

V.2.2.1 Informationsangebotsanalytik

Pascal Bürgis

Die Qualitätsdimension Relevanz bezieht sich in der Informationsangebotsanalytik auf die Ressorts Politik und Wirtschaft sowie auf das gemischte Ressort News.

Politik-, Wirtschafts- und Newsressort: Beitragsfokus auf Sozialebene

Thematisierungen auf der Ebene gesamtgesellschaftlicher Relevanz (Makro) kommen in den Informationsangeboten der Newssites deutlich weniger vor als bei ihren Pressependants. Stattdessen wird stärker in einer individuumszentrierten Darstellungslogik berichtet (Mikro). Gesellschaftlich relevante Vorgänge – besonders politische (vgl. Kapitel V.2.1.1) – werden am stärksten in den aufmerksamkeitssteuernden Einstiegsseiten (Newsressort) von Abonnement-Online (–30%) und Gratis-Online (–24%) zugunsten einer stärker personalisierenden und privatisierenden Berichterstattung zurückgedrängt.

Wie Darstellung V.2.12 zeigt, lässt sich das Informationsangebot von Boulevard-Online im Politikressort (nur Blick.ch; Lematin.ch verfügt über kein ausdifferenziertes Politikressort) durch eine privatisierende Berichterstattungslogik beschreiben. Der Anteil von 57% rollenfernen Thematisierungen gründet in der starken Fokussierung von Blick.ch auf Themen des Human Interest. So dominieren in den im Politikressort verorteten Rubriken «Inland» und «Ausland» partikuläre Gegebenheiten wie z.B. Unfälle («Mit gestohlenem Auto: Betrunken Polizei gerammt»), Kriminalität («Deutschland in Angst: Mörder flohen aus Gefängnis – im Taxi!»), Gerichtsprozesse («Urteil revidiert: Milde für Zürcher Pädo-Lehrer») und Kuriositäten («Attacke: Hier rennt ein Krokodil-Pfleger um sein Leben»). Ähnliche Relevanzprofile zeigen die Newssites der Abonnements- und Gratismedien.

Im Vergleich der einzelnen Newssites hat NZZ Online mit einem Anteil von 52% der Beiträge auf der Ebene der Gesamtgesellschaft (Makro) die relevanteste Berichterstattung. Am anderen Ende der Skala liegt Blick.ch mit 11% makrosozialen Themenbezügen.

Das Wirtschaftsressort (vgl. Darstellung V.2.13) ist durch einen sehr hohen Anteil an Unternehmensberichterstattung (Mesoebene) geprägt. Volkswirtschaftliche Prozesse (Makro) werden bei den Gratismedien am wenigsten beleuchtet. Die auf den ersten Blick höchste Relevanz bei den Newssites der Boulevardmedien muss dahingehend relativiert werden, als sie aufgrund der strukturellen Marginalisierung (Blick.ch) bzw. Inexistenz (Lematin.ch) des Wirtschaftsressorts und der entsprechend geringen Fallzahlen nicht aussagekräftig sind.

Im Newsressort (vgl. Darstellung V.2.14) weist das Onlineangebot der Gratismedien den höchsten Anteil personalisierender (Mikro rollennah) und privatisierender (Mikro rollenfern) Berichterstattung auf. Ebenfalls mehrheitlich über Personelles und Partikuläres berichten die Newssites der Boulevardmedien. Gleichzeitig werden gesamtgesellschaftlich relevante Themen im Newsressort der Boulevardangebote am stärksten thematisiert. Positiv fällt hier Lematin.ch auf, der sonst im Ressortprofil durch ein Primat des Human Interest charakterisiert ist (s.o.). Werden jedoch politische bzw. wirtschaftliche Sachverhalte thematisiert, dann vorwiegend auf der Ebene gesamtgesellschaftlicher Relevanz wie z.B die Islamdebatte im Kontext der Minarettinitiative oder die Auswirkungen der steigenden Arbeitslosigkeit auf das Lohnniveau der unteren Einkommen – und dies in einer kontextualisierenden Perspektive (vgl. Kapitel V.2.3.1).

Fazit

Im Mediengattungsvergleich neigen die Onlineinformationsangebote deutlich stärker zu einer personalisierenden und privatisierenden Berichterstattungslogik als die Presseausgaben – besonders in den aufmerksamkeitssteuernden Einstiegsseiten (Newsressort). Die Boulevardisierung im Onlinebereich manifestiert sich nicht nur in der Auswahl (vgl. Kapitel V.2.1.1), sondern auch in der Darstellung von Inhalten. Die Onlineangebote der Abonnementsmedien fokussieren am stärksten auf gesamtgesellschaftlich relevante Sachverhalte sowie auf politische, wirtschaftliche und kulturelle Organisationen und Institutionen – obwohl dieser Typ auf seinen Einstiegsseiten die stärkste Nivellierung nach unten im Vergleich zu den Offlineausgaben aufweist. Die Qualitätskluft zwischen den Abonnementszeitungen und ihren Onlineangeboten ist also am grössten. Bei den Newssites der Boulevardmedien hingegen dominiert aufgrund der starken Gewichtung der Human Interest-Berichterstattung eine partikuläre Berichterstattungslogik. Wie auch in der Qualitätsdimension Vielfalt ist der Typ Gratis-Online durch eine Diskrepanz zwischen einem vergleichsweise hohen Anteil an Makrobezügen und einem gleichzeitig hohen Anteil partikulärer Personenzentrierung charakterisiert. Allerdings ist die Berichterstattung von gesamt-gesellschaftlicher Relevanz bei Gratis-Online praktisch durchwegs fremdproduziert, d.h., Gratis-Online weist hier eine nur geringe Eigenleistungsquote auf.

V.2.2.2 Frontseitenanalytik

Linards Udris

Die Personalisierung und Privatisierung der Berichterstattung lässt sich nicht nur im gesamten Informationsangebot der verschiedenen Onlinetypen beobachten, sondern auch auf den Einstiegsseiten. Im Vergleich zur Informationsangebotsanalyse ist sogar ein noch höheres Niveau der Thematisierung der Mikroebene, also mit Fokus auf Personen und Privates, zu erwarten. Dies soll einerseits anhand aller Frontseitenbeiträge und andererseits anhand der Themenbildung untersucht werden, die in entsprechenden Medienagenden zum Ausdruck kommt.

Frontseiten: Beitragsfokus auf Sozialebene

Fokussieren Beiträge auf der Einstiegsseite auf die Ebene der Gesamtgesellschaft (Makro), auf Institutionen und Organisationen (Meso) oder eher auf Einzelpersonen (Mikro)? In Verbindung mit den thematisierten Gesellschaftssphären (Politik, Wirtschaft, Kultur) müssen dabei Unterscheidungen getroffen werden. Auf der einen Seite ist eine Human Interest-Berichterstattung zwar generell stärker durch persönliche Bezüge (Mikro) geprägt. Dennoch kann eine Makro-Thematisierung im Human Interest-Bereich (Makro) – z.B. «La Croix-Rouge redoute jusqu’à 50 000 morts» – Relevanz als politisch zu lösendes Problem erhalten. Eine privatisierende Berichterstattung führt hingegen vom Allgemeininteresse weg: Die Verdrängung des Allgemeinen durch das Private – z.B. der Fokus auf die Befindlichkeit von Christoph Blocher nach einer (geheimgehaltenen) Operation – geht auf Kosten einer Darstellung von Strukturen und Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen.

Die Newssites der Abonnementszeitungen sind durch die geringste Tendenz zur Personalisierung und Privatisierung ihrer Berichterstattung gekennzeichnet (vgl. Darstellung V.2.15). Allerdings sorgt die Human Interest-Orientierung des Typs Abonnement-Online dafür, dass die Unterschiede zwischen den verschiedenen Onlinetypen kleiner sind als im Print. Zugespitzt formuliert: Auch in den Onlineausgaben der Abonnementszeitungen zeigt sich ein Entwicklungstrend in Richtung mehr Irrelevanz. Dementsprechend geht erstens die Fokussierung auf Human Interest-Themen bei Abonnement-Online mit einem Verlust an Makro-Bezügen (nur noch 28% gegenüber 40% in den Printausgaben) und einer intensivierten Privatisierung der Berichterstattung einher. Zweitens ist die Politikberichterstattung auf den Newssites der Abonnementszeitungen deutlich personalisierter und vor allem privatisierter als in den jeweiligen Offlineausgaben. Während in den Printausgaben 24% der Beiträge personalisiert oder privatisiert dargestellt werden, erhöhen sich diese Werte bei den Onlineausgaben auf 32%.

Noch deutlich stärker als die Onlineausgaben der Abonnementszeitungen rücken die Boulevard- und Gratis-Onlinemedien auf ihren Einstiegsseiten das Persönliche, Private und Partikuläre ins Zentrum. Diese Unterschiede zwischen den Onlinetypen ergeben sich nicht bloss daraus, dass die Typen Gratis und Boulevard sich öfter mit Sport und Human Interest beschäftigen. Das Partikuläre und weniger Relevante (Personen/Privates) dominiert in den Gratis- und Boulevard-Onlinemedien auch die Gesellschaftssphären Politik, Wirtschaft und Kultur klar.

Fazit

Die Onlineausgaben der Gratis- und Boulevardmedien weisen erwartungsgemäss den grössten Anteil an Beiträgen auf, die sich auf Partikuläres, Personalisierendes und Privatisierendes beziehen. Aber auch in den Onlineausgaben des Typs Abonnement zeigt sich ein Trend der verstärkten Bewirtschaftung partikulärer Themenbezüge. Der Typus Abonnement-Online passt sich bei den Mustern der Themenbewirtschaftung den Typen Gratis und Boulevard an.

Frontseiten: Relevante Themen

Die Relevanz der medialen Berichterstattung lässt sich an dem Anteil festmachen, zu dem Themen von allgemeinem Interesse auf die Agenda gesetzt werden. Der Anspruch auf Relevanz zielt dabei vor allem darauf, inwieweit Kommunikationsereignisse aus Politik, Wirtschaft und Kultur die Agenda bestimmen und inwiefern bei der Thematisierung dieser Gesellschaftssphären die Makro- und die Mesoebene statt des Persönlichen und Partikulären (Mikroebene) im Zentrum stehen. Diese Fragestellung wurde für die Onlinemedien im vierten Quartal 2009 untersucht.

Die Agenda der 20 wichtigsten Kommunikationsereignisse zeigt hinsichtlich der Relevanz ein besonders im Vergleich zur Presse bezeichnendes Bild (vgl. Darstellung V.2.16). Sportliche Grossanlässe sowie ein Sportskandal finden auf den Einstiegsseiten der Onlinemedien derart hohe Beachtung, dass diese Events zu den wichtigsten 20 Themen der Onlinearena gehören. Onlinemedien fokussieren also besonders stark auf kurzlebige Ereignisse mit Human Interest-Charakter. Sport- und Softnewsthemen sind beliebte Objekte der Onlinemedien. Politik- und Wirtschaftsereignisse werden nur dann prominent bewirtschaftet, wenn sie sich am Schnittbereich zum Human Interest bewegen (z.B. Flugzeugterrorattentat USA) oder wenn sie sich für eine radikale Komplexitätsreduktion eignen und Individualakteure, Personen oder konkrete Organisationen ins Zentrum gestellt werden können. Damit gehen oft Konfliktzuspitzungen und Skandalisierungen einher, wodurch der Newswert zusätzlich erhöht wird. Die Reflexion abstrakter Bezugsprobleme findet dagegen kaum statt. Entsprechend erscheint die globale Wirtschaftskrise auf der Onlineagenda auf den hinteren Rängen und wird auf ein Problem einzelner Unternehmen (UBS) reduziert.

Instruktiv ist bei der Themenbildung der Onlinemedien besonders der direkte Vergleich mit der Presseagenda (z.B. NZZ und NZZ Online). Neben der bereits genannten, stärkeren Human Interest-Orientierung fällt auf, dass Onlinemedien sich wesentlich stärker an der Oberfläche einiger weniger, zentral bewirtschafteter Topthemen bewegen. Diese Themen sind zudem durch eine starke Personalisierung und Konfliktstilisierung geprägt. Während die Agenda des Tages-Anzeigers beispielsweise vom Kommunikationsereignis Neuordnung in Afghanistan angeführt wird und insgesamt ein breiteres Spektrum an Kommunikationsereignissen Resonanz findet, belegt dieses Thema auf der Newssite des Tages-Anzeigers nur Rang 14, und die «Topthemen» Minarettinitiative, Libyenaffäre, Schweinegrippe und Verhaftung Roman Polanskis dominieren die Agenda klar. Und während auf der Agenda der Presse gesellschaftlich relevante Themen wie die reflexive Debatte über die Wende 1989 oder die Gesundheitsreform auftauchen, verschwinden diese auf der Topagenda der Onlinemedien. Dort erhalten dafür Human Interest-Themen wie der Skiweltcup, die Affären um Carl Hirschmann, der Unfall im Bärengraben oder auch der Lebenswandel von Tiger Woods umso höhere Resonanz.

Fazit

Die Onlineagenda ist von Human Interest- und Sportereignissen dominiert. Beliebt sind weiter personalisier- und skandalisierbare Konflikte wie die Libyenaffäre oder dramatisierbare Ereignisse wie die Schweinegrippepandemie. Wie in der Presse erhalten die politisch und wirtschaftpolitisch relevanten Grundfragen dann besondere Resonanz, wenn sie sich zur Personalisierung, Skandalisierung oder Konfliktstilisierung eignen. Im Vergleich zur Presse ist die Agenda der Onlinemedien jedoch insgesamt viel schwächer durch gesellschaftsrelevante Kommunikationsereignisse geprägt. Zudem schränkt die Reduktion auf einige wenige, stark bewirtschaftete Topthemen die Vielfalt des Themenspektrums in Onlinemedien stark ein.

Frontseiten: Themenbildung im Vergleich der Onlinetypen

In einem nächsten Schritt interessieren die Agendaschwerpunkte und -unterschiede zwischen den einzelnen Onlinemedientypen. Untersucht wird, inwieweit die einzelnen Onlinetypen ähnliche oder unterschiedliche Aufmerksamkeitslandschaften ausbilden und was die verschiedenen Typen Abonnement-Online, Boulevard-Online und Gratis-Online insgesamt zur Onlineagenda beitragen. Zunächst fallen die im Vergleich zu den Printausgaben geringeren Unterschiede zwischen den verschiedenen Onlinetypen auf. Auffallend ist die starke Kongruenz der Agenden bzw. die gleichläufige Agendenbewirtschaftung im Onlinebereich im Sinne eines «Mehr vom Gleichen». Das Ausrichten eines Titels an den Agenden der anderen Titel ist unter den Newssites deutlich ausgeprägter als im Print. Unterschiede bestehen im Grad der Bewirtschaftung von Sport- oder Human Interest-Themen. Hier zeigen sich typenspezifische Verwertungsakzente z.B. in Bezug auf die vorausschauende Thematisierung der Fussball-WM 2010 (Gratis-Online) oder die mediale Ausschlachtung der Tiger-Woods-Affäre (Boulevard-Online). Sofern Themen von gesamtgesellschaftlicher Relevanz auf die Onlineagenda gesetzt werden – was nur sehr spärlich der Fall ist –, so ist der Beitrag des Typs Abonnement-Online geringfügig stärker als jener der beiden anderen Typen (vgl. Darstellung V.2.17). Relevante Themen aus dem Ausland oder auf globaler Ebene finden kaum Eingang in die Onlineagenda bzw. nur dann, wenn sie durch den Typ Abonnement-Online beigesteuert werden.

Die Onlinemedientypen Gratis und Boulevard gewichten die gesamtgesellschaftlich relevanten Politik-, Wirtschafts- und Kulturthemen deutlich schwächer (Ausnahme: Übervertretung von Gratis-Online bei der Klimapolitik). Sie schenken dagegen Sport- und Human Interest-Themen stärkere Beachtung als der Typ Abonnement-Online. Entsprechend tragen Gratis- und -Boulevard-Online wesentlich zur Themendynamik der sportlichen Grossanlässe bei (Fussball-WM 2010, U17-Fussball-WM 2009 und Skiweltcup 2009/2010). Unverkennbar ist aber der Boulevardisierungstrend auch bei Abonnement-Online: Innenpolitisch konfliktive und skandalisierbare Themen werden im intermedialen Vergleich der Onlinetypen ähnlich stark oder sogar noch stärker bewirtschaftet (Libyenaffäre, Verhaftung Roman Polanskis, Schweinegrippe).

Auffallend ist schliesslich die Aufmerksamkeit für die Minarettinitiative und die Integrationspolitik, die in allen Onlinetypen relativ stark thematisiert werden. Die polarisierende «Problematisierung des Fremden» gehört im Online zum Grundmuster, ähnlich wie dies im Offlinebereich in den Gratis- und Boulevardmedien beobachtet werden kann. Insofern gibt es in der Gattung Online Anzeichen für einen Medienpopulismus, der gezielt diffuse Ängste in der Bevölkerung adressiert.

Frontseiten: Spezielle Themen der Onlinetypen

Ein vertiefter Blick auf die spezifischen Themenprofile der untersuchten Onlinetypen ergibt sich, wenn aus den (spezifischen) Agenden der drei Onlinetypen nur diejenigen Kommunikationsereignisse betrachtet werden, die exklusiv nur in einem der drei Onlinetypen zu den Top-20-Themen gehören (vgl. Darstellung V.2.18).

Den Hauptbefund der vorhergehenden Analyse vorausgesetzt, nämlich dass im Online weniger unterschiedliche Themenprofile zu beobachten sind als im Print, lassen sich zwischen den Onlinetypen folgende spezifischen Themenakzente hervorheben: Abonnement-Online setzt erwartungsgemäss etwas stärker auf exklusiv bewirtschaftete, politische, wirtschaftliche oder kulturelle Themen. Gratis-Online spezialisiert sich etwas stärker als die beiden anderen Onlinetypen auf Sportereignisse, während Boulevard-Online einzig Human Interest-Themen unter den Top-20-Themen aufweist. Der Druck auf den Finanzplatz Tessin bildet dabei das wichtigste, exklusiv in den Top-20-Rängen figurierende Kommunikationsereignis im Abonnement-Online, während Boulevard-Online sich exklusiv auf die Tiger-Woods-Affäre spezialisiert und Gratis-Online ausschliesslich Sportereignisse auf der Agenda führt.

Fazit

Nicht nur die Newssites der Gratis- und Boulevardmedien, sondern auch jene der Abonnementszeitungen fokussieren stärker als ihre Printausgaben auf Sport- und Human Interest-Themen. Zudem zeigt sich im Online eine überdurchschnittlich starke medienpopulistische Problematisierung des Fremden. Vor allem aber fällt im Onlinebereich die hohe Kongruenz der bewirtschafteten Themenstrukturen auf («More of the same»). Es dominiert die Akzentuierung einiger weniger Topthemen mit klarer Ausrichtung auf Softnews. Gesellschaftsrelevante Themen, die einer politischen Problembearbeitung bedürfen, sowie aussen- und wirtschaftspolitisch relevante Themen werden online deutlich weniger stark bewirtschaftet als dies in den Printausgaben der Fall ist. Der Beitrag zur Aufklärung und Orientierung der Schweizer Öffentlichkeit mit anspruchsvolleren Themen muss insgesamt als bescheiden eingestuft werden.

Frontseiten: Sprachregionale Schwerpunkte

Die Existenz von sprachregionalen Medienarenen stellt die schweizerische Gesellschaft vor besondere Herausforderungen, falls diese einzelnen Medienarenen je eigene Relevanzstrukturen ausbilden und kaum mehr Vorgänge von schweizweitem Interesse thematisieren. Aus Studien – beispielsweise zur Berichterstattung über die Europapolitik (Tresch, 2008) – und den Ergebnissen des Agendavergleichs in der Presse (vgl. Kapitel II.2.2.2) lässt sich festhalten, dass die Sprachregionen, insbesondere im Falle von Konflikten, übereinstimmende Themenakzente setzen. Gerade die Befunde aus der Analyse der Presseagenden in den drei Sprachregionen legen aber nahe, dass die sprachregional übergreifende Thematisierung politisch und wirtschaftlich relevanter, die gesamte Schweiz betreffender Probleme abnehmen kann, da sich Effekte der Boulevardisierung und der Regionalisierung bemerkbar machen, die die Belange von schweizweitem Interesse tendenziell in den Hintergrund rücken lassen. Es ist deshalb nachzufragen, ob diese sprachregional segmentierte Themenbewirtschaftung in den Onlinemedien noch verstärkt auftritt, weisen diese doch eine besonders starke Orientierung an boulevardesken, kurzlebigen Softnews auf.

Der Vergleich zwischen der sprachregionalen Agenda der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz (die italienischsprachige Schweiz verfügt über keine vergleichbaren Newssites) ergibt folgendes Bild (vgl. Darstellungen V.2.19 und V.2.20): Übereinstimmende Themenstrukturen in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz zeigen sich vor allem im Fall konfliktiver Politikereignisse (Minarettinitiative, Libyenaffäre), dramatisierbarer Bedrohungen (Schweinegrippe) oder skandalträchtiger Peoplestories (Polanski). Daneben sind es vor allem Sportereignisse und Human Interest-Themen, die im Onlinebereich für eine stärkere Synchronisation der schweizweiten Aufmerksamkeit sorgen: Die (bevorstehende) Fussball-WM in Südafrika und die entsprechenden Qualifikationsspiele, der Erfolg der schweizerischen U17-Mannschaft an der Weltmeisterschaft in Nigeria und der Skiweltcup mitsamt den Siegen (und Niederlagen) der Schweizer Sportlerinnen und Sportler schaffen es auf die Agenden beider Sprachregionen.

Zwischen den sprachregionalen Onlineagenden zeigen sich neben diesen Konvergenzen aber auch Divergenzen. So ist die Onlinearena der französischsprachigen Schweiz bezüglich politischer und kulturell-lebensweltlicher Themen selbstbezogener und boulevardisierter als die deutschschweizerische Onlinearena. Die Tatsache, dass die Newssites der regionalisierten und boulevardesken Zeitungen deutlich stärker genutzt werden als die Newssite der überregionalen Le Temps (aus diesem Grund wurde letztere nicht in das Sample der Onlinemedien aufgenommen), führt zu einer insgesamt stärker sprachregional orientierten Themenbewirtschaftung in der Westschweiz mit einer Vernachlässigung schweizweiter Themenbezüge. Die deutschschweizerische Onlineagenda präsentiert sich demgegenüber wie im Printbereich geringfügig offener für Vorgänge nationaler Relevanz, Vorgänge in anderen Landesteilen oder im Ausland. Während die Arena der deutschsprachigen Schweiz auch auf den Druck auf den Finanzplatz Tessin fokussiert, fehlt dieses Thema in der französischsprachigen Schweiz auf der Agenda. Ausserdem fokussiert die Onlinearena der Deutschschweiz leicht stärker auf relevante Vorgänge im Ausland wie den Krieg in Afghanistan, den Nahostkonflikt oder die Reformbewegungen im Iran, während die Onlinearena der französischsprachigen Schweiz vor allem den boulevardesken Softnewsthemen Gewicht verleiht (z.B. der Attacke eines Pitbulls in der Nähe des Genfersees oder dem Lebenswandel der Söhne Ismailovs in der Region Genf).

Die Boulevardisierung läuft der Thematisierung schweizweiter Ereignisse von gesellschaftspolitischer Bedeutung zuwider. Sprachregional übergreifende Themenstrukturen zeigen sich online vor allem im Human Interest- und im Sportbereich (Beispiele: Lebenswandel Carl Hirschmanns; Unfall Bärengraben).

Fazit

Vor allem Human Interest-Themen (z.B. Carl-Hirschmann-Affäre) und Sportereignisse gelangen auf die Onlineagenden beider Sprachregionen. Sofern politische Themen die sprachregionalen Grenzen überwinden, handelt es sich ausschliesslich um das schmale Feld einiger weniger Topthemen, die sich zur Konfliktstilisierung (Libyenaffäre, Minarettinitiative) oder zur Darstellung bedrohungsreicher Szenarien (Schweinegrippe) eignen. Insofern nähern sich die Onlinearenen der Sprachregionen im Human Interest-Segment an, während sie im gesellschaftspolitischen Bereich tendenziell auseinanderdriften. Dass online nur noch einige (wenige) Themen von schweizweiter politischer Relevanz sprachregional übergreifende Aufmerksamkeit erhalten, mindert die Integrationsfunktion öffentlicher Kommunikation.

Lesehilfe V.2.12
Lesehilfe V.2.12

Politikressort – Beitragsfokus auf Sozialebenen

Die Darstellung zeigt die prozentualen Anteile der thematisierten Sozialebenen für das Politikressort jeden Onlinetyps. Sie basiert auf allen Beiträgen des Politikressorts der Tagesstichprobe vom 27. November 2009, mit Ausnahme der Kategorie «nicht anwendbar» (n = 246).

Lesebeispiel: Im Vergleich der Onlinetypen hat Boulevard-Online (57%) den höchsten Anteil privatisierender Berichterstattung (Mikro rollenfern) im Politikressort.

Lesehilfe V.2.13
Lesehilfe V.2.13

Wirtschaftsressort – Beitragsfokus auf Sozialebenen

Die Darstellung zeigt die prozentualen Anteile der thematisierten Sozialebenen für das Wirtschaftsressort jeden Onlinetyps. Sie basiert auf allen Beiträgen des Wirtschaftsressorts der Tagesstichprobe vom 27. November 2009, mit Ausnahme der Kategorie «nicht anwendbar» (n = 95).

Lesebeispiel: Im Vergleich der Onlinetypen thematisiert Boulevard-Online mit 44% am stärksten volkswirtschaftlich bzw. gesellschaftlich relevante Vorgänge (Makro) im Wirtschaftsressort.

Lesehilfe V.2.14
Lesehilfe V.2.14

Newsressort – Beitragsfokus auf Sozialebenen

Die Darstellung zeigt die prozentualen Anteile der thematisierten Sozialebenen für das Newsressort jeden Onlinetyps. Sie basiert auf allen Beiträgen des Newsressorts der Tagesstichprobe vom 27. November 2009, mit Ausnahme der Kategorie «nicht anwendbar» (n = 137).

Lesebeispiel: Im Vergleich der Onlinetypen haben Gratis-Online (34%) und Boulevard-Online (33%) im Newsressort den höchsten Anteil privatisierender Berichterstattung (Mikro rollenfern).

Lesehilfe V.2.15
Lesehilfe V.2.15

Frontseite – Beitragsfokus auf Sozialebenen

Die Darstellung zeigt die prozentualen Anteile der thematisierten Sozialebenen für die Frontseiten jeden Onlinetyps. Sie basiert auf allen Beiträgen der Frontseitenanalyse vom 5. Oktober bis zum 31. Dezember 2009, mit Ausnahme der Kategorie «nicht anwendbar» (n = 2204).

Lesebeispiel: Im Vergleich der Onlinetypen hat die Boulevardpresse auf ihren Frontseiten mit 33% den höchsten Anteil privatisierender Berichterstattung (Mikro rollenfern).

Lesehilfe V.2.16
Lesehilfe V.2.16

Onlineagenda Schweiz – fokussierte Sozialebenen der Top-20-Kommunikationsereignisse

Die Darstellung zeigt die 20 grössten Kommunikationsereignisse (KE) der Onlinearena Schweiz. Die KE sind nach ihrem Anteil an der Gesamtberichterstattung dieser Top-20-KE hierarchisiert. Die gestapelten Balken geben für jedes KE den Anteil der fokussierten Sozialebenen an der Gesamtberichterstattung der Top-20-KE an. Die Darstellung basiert auf allen Beiträgen zu den Top-20-KE der Frontseitenanalyse vom 5. Oktober bis zum 31. Dezember 2009 (n = 662).

Lesebeispiel: Das Kommunikationsereignis Minarettinitiative erhält in der Schweizer Onlinearena im Untersuchungszeitraum die höchste Aufmerksamkeit (Rang 1). Auf die Minarettinitiative entfallen 17.2% der Berichterstattung der Top-20-KE. Die Thematisierung dieses KE auf der Makroebene nimmt 9.7% der Gesamtberichterstattung der Top-20-KE ein (bzw. 56% innerhalb des KE).

Lesehilfe V.2.17
Lesehilfe V.2.17

Onlineagenda Schweiz – Aufmerksamkeitslandschaften der Onlinetypen bei den Top-20-Kommunikationsereignissen

Die Darstellung zeigt die 20 grössten Kommunikationsereignisse (KE) der Onlinearena Schweiz. Die KE sind nach ihrem Anteil an der Gesamtberichterstattung dieser Top-20-KE hierarchisiert. Die Balken zeigen die Abweichung vom durchschnittlichen Anteil des KE an der Gesamtberichterstattung der Top-20-KE für jeden Onlinetyp. Die Darstellung basiert auf allen Beiträgen zu den Top-20-KE der Frontseitenanalyse vom 5. Oktober bis zum 31. Dezember 2009 (n = 662).

Lesebeispiel: Das Kommunikationsereignis «Verhaftung Roman Polanskis» erhält im Untersuchungszeitraum in der Schweizer Onlinearena hohe Aufmerksamkeit (Rang 4). Auf das KE entfallen 7.7% der Berichterstattung der Top-20-KE (vgl. Darstellung V.2.16). Innerhalb der Agenda von Boulevard-Online beträgt die Resonanz dieses KE 9.7% und ist damit um 2%-Punkte höher als in der Onlineagenda Schweiz.

Lesehilfe V.2.18
Lesehilfe V.2.18

Agenden der Onlinetypen – spezifische Themenschwerpunkte

Die Darstellung zeigt pro Onlinetyp die 20 grössten Kommunikationsereignisse (KE) gemessen am Anteil an der Gesamtberichterstattung dieser Top-20-KE innerhalb eines Onlinetyps. Abgebildet werden davon diejenigen KE, die nur in einem der drei Onlinetypen zu den Top-20-KE gehören. Die Darstellung basiert auf allen Beiträgen der Frontseitenanalyse vom 5. Oktober bis zum 31. Dezember 2009 zu den Top-20-KE in den jeweiligen Onlinetypen (n=772).

Lesebeispiel: Das Kommunikationsereignis TV-Show «Die grössten Schweizer Hits» zieht im Untersuchungszeitraum innerhalb der Top-20-KE der Agenda von BoulevardOnline im Untersuchungszeitraum 2.5% der Resonanz auf sich. Dieses KE – wie auch sieben weitere KE – gehören nur bei Boulevard-Online, nicht aber bei den anderen zwei Onlinetypen zu den Top-20-KE.

Lesehilfe V.2.19
Lesehilfe V.2.19

Onlineagenda der Deutschschweiz – Top-20-Kommunikationsereignisse

Die Darstellung zeigt die 20 grössten Kommunikationsereignisse (KE) der Onlinemedien in der Deutschschweiz. Die KE sind nach ihrem Anteil an der Gesamtberichterstattung dieser Top-20-KE hierarchisiert. Die dunkelgrauen Balken geben für jedes KE den Anteil der Berichterstattung an der Gesamtberichterstattung der Top 20 in den Onlinemedien der Deutschschweiz an, die hellgrauen Balken die Anteile auf der Agenda der Onlinemedien der deutsch- und französischsprachigen Schweiz zusammen. Die Darstellung basiert auf allen Beiträgen der Frontseitenanalyse vom 5. Oktober bis zum 31. Dezember 2009 zu den Top-20-KE (Onlinearena Deutschschweiz n = 325; Onlinearena Schweiz n = 639).

Lesebeispiel: Das Kommunikationsereignis Minarettinitiative erhält im Untersuchungszeitraum die höchste Aufmerksamkeit (Rang 1). Auf die Minarettinitiative entfallen in der Onlinearena Deutschschweiz 14.8% der Berichterstattung der Top-20-KE und damit eine um 2.4%-Punkte unterdurchschnittliche Resonanz im Vergleich mit der Onlinearena Schweiz (17.2%).

Lesehilfe V.2.20
Lesehilfe V.2.20

Onlineagenda der französischsprachigen Schweiz – Top-20-Kommunikationsereignisse

Die Darstellung zeigt die 20 grössten Kommunikationsereignisse (KE) der Onlinemedien in der französischsprachigen Schweiz. Die KE sind nach ihrem Anteil an der Gesamtberichterstattung dieser Top-20-KE hierarchisiert. Die orangefarbenen Balken geben für jedes KE den Anteil der Berichterstattung an der Gesamtberichterstattung der Top 20 in den Onlinemedien der französischsprachigen Schweiz an, die hellgrauen Balken die Anteile auf der Agenda der Onlinemedien der französisch- und deutschsprachigen Schweiz zusammen. Die Darstellung basiert auf allen Beiträgen der Frontseitenanalyse vom 5. Oktober bis zum 31. Dezember 2009 zu den Top-20-KE (Onlinearena französischsprachige Schweiz n = 371; Onlinearena Schweiz n = 624).

Lesebeispiel: Das Kommunikationsereignis Libyenaffäre erhält im Untersuchungszeitraum hohe Aufmerksamkeit (Rang 2). Auf die Libyenaffäre entfallen in der Onlinearena der französischsprachigen Schweiz 15.9% der Berichterstattung der Top-20-KE und damit eine um 1.8%-Punkte überdurchschnittliche Resonanz im Vergleich mit der Onlinearena Schweiz (14.1%).