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Medien und Qualität
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Unter dieser Rubrik publizieren wir regelmässig Analysen zur Qualität der Medien.  

Haben Sie Fragen? Dann nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

 8.12.2011: Ghadhafi-Bilder in den Medien – Wie viel ist zu viel?

Die Veröffentlichung der Todesbilder des ehemaligen libyschen Machthabers Muammar Ghadhafi hat auch in der Schweiz zu einer medienethischen Kontroverse geführt. Was dürfen und müssen Medien zeigen? Wo werden die Grenzen des ethisch Vertretbaren überschritten? Eine Analyse zu dieser Problematik zeigt, dass es Vertreter der Boulevardpresse und die überwiegende Zahl von Online-Newssites sind, welche sich nicht an ethische Richtlinien hielten. Im Gegensatz dazu war die Berichterstattung der meisten Abonnements- und Sonntagszeitungen an ethischen Kriterien orientiert. Die Nachrichtensendungen des TV liegen zwischen diesen Polen. Zum Bericht...

 25.10.2011: Die Zottel-Entführung in den Medien

 21.10.2011: Top-10-Agenda 2010 Presse / Online

Interessiert Sie, welche Themen die unten aufgeführten Online- und Pressetitel im Jahr 2010 prominent auf die Agenda gesetzt haben? Klicken Sie auf den Link des entsprechenden Medientitels und Sie gelangen zur Top-10-Frontseitenagenda des jeweiligen Titels.
Es bestätigt sich, dass vor allem Gratis- und Boulevardmedien off- und online einen qualitätsdefizitären Informationsjournalismus betreiben, der durch viel Softnews und wenig Einordnung gekennzeichnet ist.

Onlinetitel (Aufsteigend nach Hardnews-Anteil, 2010)
1. Blick.ch: Hardnews: 23.5%, Einordnung 5.3%
2.
20minutes.ch: Hardnews: 38.1%, Einordnung 1.9%
3.
Lematin.ch: Hardnews: 39.0%, Einordnung 1.1%
4.
24heures.ch: Hardnews: 42.2%, Einordnung 3.1%
5.
20minuten.ch: Hardnews: 47.7%, Einordnung 11.1%
6.
Tribune de Genève online: Hardnews: 48.5%, Einordung 2.9%
7.
tagesanzeiger.ch: Hardnews: 63.3%, Einordung 12.6%
8.
NZZ Online: Hardnews: 79.2%, Einordnung 12.6%

Pressetitel (Aufsteigend nach Hardnews-Anteil, 2010)
1. Blick: Hardnews: 34.5%, Einordnung 4.5%
2.
20 Minuten: Hardnews: 44.1%, Einordnung 5.3%
3.
Tages-Anzeiger: Hardnews: 78.4%, Einordnung 16.4%
4.
Neue Zürcher Zeitung: Hardnews: 87.7%, Einordnung 17.2%

Anmerkung: Abgebildet sind auflagen- resp. nutzungsstarke Medientitel, die im Rahmen des Jahrbuchs Qualität der Medien einer Qualitätsvalidierung unterzogen wurden.

Vorgehen: Frontseitenbeiträge sind das Schaufenster für die zentralen Inhalte der Medienprodukte. Sie sollen die Schwerpunkte des publizistischen Angebots adäquat anzeigen und haben eine Repräsentationsaufgabe für den Gesamtinhalt eines Informationstitels. Darüber hinaus lassen sich auf der Basis dieser Beiträge die Themenlandschaften der Medientitel untersuchen. Zu diesem Zweck werden alle Beiträge auf den Frontseiten, die in sozialer, zeitlicher und sachlicher Hinsicht dasselbe thematisieren, zu Kommunikationsereignissen in Form kontinuierlicher Berichterstattungsfolgen gebündelt. Auf diese Weise lassen sich medienspezifische Themenlandschaften gewinnen und die charakteristischen Aufmerksamkeitsstrukturen der Medientitel werden ersichtlich.

 03.11.2010: "Wehe dem, der die Kritiker kritisiert!"

Am 23.10.2010 ist im „Magazin“ und einen Tag später am 24.10.2010 auf „tagesanzeiger.ch“ der Beitrag Am 23.10.2010 ist im „Magazin“ und einen Tag später am 24.10.2010 auf „tagesanzeiger.ch“ der Beitrag „Die Qualität unserer Presse“ von Pietro Supino, dem VR-Präsidenten der Tamedia AG, erschienen. Der Beitrag setzt sich kritisch mit der Medienkritik im allgemeinen und dem „Jahrbuch Qualität der Medien – Schweiz Suisse Svizzera“ im besonderen auseinander. Kurt Imhof hat eine ausführliche Replik auf diesen Beitrag verfasst. Da im „Magazin“ vom 19.11.2010 nur eine Entgegnung in Form eines Leserbriefs erscheint, publizieren wir die Replik hier in ihrer vollen Länge.

 02.11.2010: Analyse zur Medienresonanz des ersten Jahrbuchs Qualität der Medien

Das erste Jahrbuch "Qualität der Medien" (Ausgabe 2010) hat wunschgemäss eine grosse Mediendebatte ausgelöst. Insgesamt 110 Beiträge in der Schweizer Medienarena haben sich bis am 23.10.2010 mit dem Jahrbuch befasst. Am meisten Beiträge sind in Onlinemedien erschienen (47), gefolgt von der Presse (44). In Onlinemedien wurden überwiegend Kurzmeldungen oder Agenturbeiträge zum Jahrbuch publiziert. Dagegen haben sich die Gattungen Presse, TV und Radio häufiger mit eigenständigen Beiträgen mit dem Jahrbuch auseinandergesetzt. Häufigster Aufhänger der Medienbeiträge zum Jahrbuch war der Konnex von Medienqualität und Demokratie, gefolgt von der Frage, wie stark Gratismedien die publizistische Qualität in der Schweiz bestimmen. Bemerkenswert ist, dass das Jahrbuch in den Pendlerzeitungen - also jenem Medientyp mit den grössten Qualitätsdefiziten - keine Resonanz gefunden hat. Zum Bericht...

 28.08.2010: Niedergang der Auslandberichterstattung

Die Krise der Informationsmedien verändert den Aufmerksamkeitsfokus der Redaktionen. Ausgerechnet im Zeitalter der Globalisierung sorgt der Abbau von Korrespondentennetzen für eine verringerte und qualitativ schlechtere Ausland-Berichterstattung. Welche Bedeutung die internationale, nationale und regionale Berichterstattung bei verschiedenen Medientypen hat, lesen Sie detailliert im Jahrbuch "Qualität der Medien", Kapitel I.2.1.